Hund An- und Abmeldung

Verpflichtungen bei der Hundehaltung nach dem Landeshundegesetz

Allgemeine Pflichten für alle Hunde

  • Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.
     
  • Hunde sind an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen
  1. in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
  2. in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
  3. bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
  4. in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.

(Weitergehende) Regelungen in ordnungsbehördlichen Verordnungen der örtlichen Ordnungsbehörden mit Bezug auf Hunde bleiben unberührt oder können darin neu aufgenommen werden, soweit diese Vorschriften zu diesem Gesetz oder zu den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen nicht in Widerspruch stehen.

Anmeldung von großen Hunden

Bei der Anmeldung von großen Hunden werden folgende Unterlagen zur Anmeldung benötigt:

  • ein Sachkundenachweis
  • eine Kopie der Hundehalterhaftplichtversicherung mit Angabe der Versicherungsnummer sowie des Namens und der Chipnummer des Hundes
  • eine Kopie des Tierausweises mit dem Namen, der Fellfarbe und der Chipnummer des Hundes sowie der Halterdaten

Ordnungsrechtliche Anmeldung / Erlaubnis nach dem LHundG für gefährliche Hunde / Hunde bestimmter Rassen

Die Haltung von gefährlichen Hunden sowie von Hunden bestimmter Rasse muss der Ordnungsbehörde angezeigt werden.
Die Anmeldung eines Hundes zur Hundesteuer reicht als Anzeige nicht aus.
Die Nichtanzeige kann mit Geldbußen geahndet werden.

Erlaubnis

Eine Erlaubnis ist zwingend erforderlich. Der Antrag auf Erteilung der Erlaubnis muss beim Ordnungsamt gestellt werden. Auch die Haltung mehrerer Tiere muss entsprechend erlaubt werden.

Die Erlaubnis zur Haltung eines gefährlichen Hundes darf grundsätzlich nur dann erteilt werden, wenn ein besonderes privates oder öffentliches Interesse an der Tierhaltung nachgewiesen ist. Neben dem Nachweis des Interesses müssen noch weitere Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine Erlaubnis erteilt werden kann. Diese weiteren Voraussetzungen, die auch für die Haltung eines Hundes bestimmter Rassen gelten, ergeben sich aus dem nachstehenden Text.

Die erlaubten Tiere müssen so untergebracht werden, dass sie artgerecht gehalten werden und ein Ausbruch aus dem eingefriedeten Grundstück ausgeschlossen ist.

Außerhalb eines eingefriedeten Grunstückes darf eine Person immer nur einen gefährlichen Hund beziehungsweise einen Hund einer bestimmten Rasse führen.

Persönliche Kenntnisse und Zuverlässigkeit

Hundehalter müssen sachkundig und zuverlässig sein. Sie müssen immer in der Lage sein, das Tier sicher an der Leine zu halten und zu führen. Darüber hinaus müssen sie das 18. Lebensjahr vollendet haben. 

Das Vorliegen der Sachkunde ist durch die Bescheinigung einer Amtstierärztin oder eines Amtstierarztes nachzuweisen. Weitere Informationen erhalten Sie in den Rechtsvorschriften des Landeshundegesetzes NRW.

Als sachkundig gelten zudem:

  • Tierärztinnen und Tierärzte
  • Jagdscheininhaberinnen und Jagdscheininhaber,
  • Personen, die eine Erlaubnis zur Zucht oder Haltung oder zum Handel mit Hunden besitzen,
  • Polizeihundeführerinnen und Polizeihundeführer,
  • Personen, die berechtigt sind, Sachkundebescheinigungen zu erteilen.

Die Zuverlässigkeit ist durch ein Führungszeugnis nachzuweisen. Führungszeugnisse können beim Bürgerservice oder über diesen Link beantragt werden. Die Ausstellung durch das Bundeszentralregister dauert etwa drei bis vier Wochen.

Eintragungen im Führungszeugnis können dazu führen, dass eine Erlaubnis nicht erteilt werden kann. Die Zuverlässigkeit ist beispielsweise nicht gegeben bei Verurteilungen wegen:

  • eines vorsätzlichen Angriffs auf Leben oder Gesundheit anderer Personen,
  • einer gemeingefährlichen Straftat,
  • einer Straftat gegen Eigentum oder Vermögen,
  • Trunksucht oder Rauschmittelsucht.

Andere Aufsichtsperson

Die vorübergehende Überlassung eines Tieres an eine andere Aufsichtsperson beispielsweise in der Urlaubszeit bedarf zwar keiner besonderen Erlaubnis, jedoch muss diese Person alle Vorauassetzungen einer Hundehalterin beziehungsweise eines Hundehalters selbst erfüllen. Insbesondere die für die Aufsichtsperson zwingend erforderliche Sachkunde ist dem Ordnungsamt nachzuweisen.

Die Überlassung des Tieres darf nicht länger als sechs Wochen andauern.

Eine für den Hund eventuell erteilte Befreiung von der Leinenpflicht ist nicht auf Aufsichtspersonen übertragbar.

Mikrochip

Allen gefährlichen Hunden muss ein Mikrochip zur individuellen Kennzeichnung eingesetzt werden.

Versicherung

Es muss eine Haftpflichtversicherung nachgewiesen werden. Dabei gilt eine Mindestdeckungssumme von 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für sonstige Schäden.

Leinenzwang

Gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen dürfen außerhalb des eigenen Grundstücks immer nur angeleint geführt werden. Dies gilt auch für ausgewiesene Hundefreilaufflächen. Der Leinenzwang kann nach einer bestandenen Verhaltensprüfung des Tieres, die beim Veterinäramt (amtstierärztlicher Dienst) abgelegt wird, für bestimmte Teilbereiche aufgehoben werden. Zu diesen Teilbereichen gehören Flächen außerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile, Wege in Wäldern, aber auch ausgewiesene Hundefreilaufflächen.

Außerhalb eines eingefriedeten Grundstückes darf eine Person immer nur einen gefährlichen Hund führen.

Eine Befreiung vom Leinenzwang ist nicht auf andere Personen übertragbar.

In Wäldern dürfen auch von der Leinenpflicht befreite gefährliche Hunde außerhalb von Wegen nur angeleint mitgeführt werden. Die Befreiung erstreckt sich also nur auf die offiziellen Wege.

Maulkorb

In der Öffentlichkeit muss das Tier ab der Vollendung des sechsten Lebensmonats einen Maulkorb oder eine in der Wirkung gleichstehende Vorrichtung tragen.
Eine Befreiung vom Maulkorbzwang ist nach einer bestandenen Verhaltensprüfung des Tieres, die beim Veterinäramt (amtstierärztlicher Dienst) abgelegt wird, möglich.

Sachkundeprüfung

Das Landeshundegesetz fordert, dass Halter von gefährlichen HundenHunden bestimmter Rassen oder großen Hunden sachkundig für die Hundehaltung sein müssen.

Verhaltensprüfung

Wenn sie Ihren Hund von der Leinen- und Maulkorbpflicht nach dem Landeshundegesetz befreien wollen, müssen Sie mit Ihrem Hund einen Verhaltenstest ablegen.

Durch den Verhaltenstest weisen Sie nach, dass von Ihrem Hund keine besondere Gefahr ausgeht.



Gebühren:

Für große Hunde ab 20 kg und/oder 40 cm wird eine Anmeldegebühr in Höhe von 25,00 € erhoben.

Ansprechperson:

Itzigehl 2
0 23 52 / 93 83 - 32
0 23 52 / 93 83 - 50
Wille
0 23 52 / 93 83 - 33
0 23 52 / 93 83 - 50