Pressemitteilung - Wärmewende im Blick

Veröffentlicht am: 30.07.2025

Wärmewende im Blick: kommunale Wärmeplanung für Nachrodt-Wiblingwerde beginnt

Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde prüft, wie Haushalte, Unternehmen und öffentliche Gebäude künftig möglichst klimafreundlich mit Wärme versorgt werden können. Dazu dient die kommunale Wärmeplanung – sie zeigt den Ist-Zustand, Potenziale und konkrete Maß­nahmen.

Warum eine kommunale Wärmeplanung?

Das sogenannte Wärmeplanungsgesetz (WPG) ist in 2024 in Kraft getreten und verpflichtet alle Kommunen in Deutschland zur Erstellung einer Wärmeplanung sowie Dekarbonisierung der Wärmenetze.

Für Bürgerinnen und Bürger in Nachrodt-Wiblingwerde bedeutet das perspektivisch eine Übersicht, in welchen Ortsteilen welche Form der Wärmeversorgung möglich und sinnvoll ist.

„Energiewende heißt Wärmewende. Ich freue mich, dass wir mit dem Start der kommunalen Wärmeplanung einen großen Schritt in Richtung Klimaneutralität für Nachrodt-Wiblingwerde gehen“, ist Birgit Tupat, Bürgermeisterin der Gemeinde, überzeugt. „Wir möchten unseren Bürgerinnen und Bürgern Transparenz bei der strategischen Planung der Wärmewende bieten“, so Tupat weiter.

Was geschieht jetzt?

Im Rahmen der Wärmeplanung wird die Gemeinde in geografische „Eignungsgebiete“ ein­geteilt. So kann künftig eine zentrale oder individuelle Wärmeversorgung für einzelne Ortsteile oder Wohngebiete anschaulich dargestellt werden, die den Bürgerinnen und Bürgern als Orientierung für eine klimafreundliche Wärmeversorgung in ihrem Eigenheim dient.

Im Juni 2025 ist das Projekt der Gemeinde unter Beteiligung des beratenden Hamburg Instituts sowie des Energieversorgers Stadtwerke Iserlohn gestartet.

Im ersten Schritt findet eine Bestandsaufnahme der aktuellen Gebiete und Ortsteile, ihrer Struktur sowie deren aktueller Energieversorgung statt. Dazu sind beispielsweise Kriterien des Gebäudealters oder des Gebäudetyps von Bedeutung. Hinzu kommen Daten der aktuell vorhandenen Energieinfrastruktur, wie beispielsweise des Gas- und Stromnetzes. In der dann folgenden Potenzialanalyse wird ermittelt, wo Energie eingespart werden kann und welche nachhaltigen Wärmequellen in welchem Umfang zur Verfügung stehen. Im weiteren Verlauf wird ein konkreter Maßnahmenplan abgeleitet.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Beteiligung der relevanten Akteure sowie einer trans­pa­renten Kommunikation. Die Bürgerinnen und Bürger werden regelmäßig über verschiedene Kanäle informiert. Zudem sind öffentliche Informationsveranstaltungen geplant, auf denen Ergebnisse vorgestellt und Fragen beantwortet werden können.

Am Ende des Projekts, das für 2026 geplant ist, veröffentlicht die Gemeinde ihren kommunalen Wärmeplan.